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Reinfelder bekommt den "Förderpreis Handwerk"Auszeichnung VR Förderpreis 2004

Auszeichnung für seine Idee, die Kräfte von elf Betrieben zu bündeln.

Von Jörg Riefenstahl

ReinfeldAuszeichnung VR Förderpreis 2004 - Der Reinfelder Zimmerermeister Wolfgang Raddatz (41) erhielt jetzt in Kiel den mit 5000 Euro dotierten "Förderpreis Handwerk" der Volks- und Raiffeisenbanken in Schleswig-Holstein. Mit dem lukrativen Preis werden Schleswig-Holsteins kreativste Handwerksbetriebe geehrt. Eine Jury von Bankern, Wirtschaftsfachleuten und Handwerks-Funktionären hatte Wolfgang Raddatz ausgewählt. Er landete mit dem von ihm initiierten "Norddeutschen Handwerkerring" auf Platz eins. Die Kooperation von elf Reinfelder Handwerksbetrieben, die mit Bauherrn direkt ins Geschäft tritt (wir berichteten), funktioniert seit zwei Monaten äußerst erfolgreich.


"Ich bin begeistert, daß unsere Arbeit jetzt diese hohe Anerkennung findet", sagte Raddatz bei der Ehrung, zu der auch Landeswirtschaftsminister Bernd Rohwer (SPD) erschienen war. Der rührige Handwerksmeister, der seinen Meisterbrief in Schwerin bekam, nachdem ihm die Handwerkskammer Lübeck diesen vor zwei Jahren kurioserweise verwehrt hatte, will die Kooperation weiter vorantreiben.


"Neben der Planung und dem Roh- und vollständigen Innenausbau von Häusern umfaßt unser Angebot nun auch schlüsselfertige Euronaturhäuser", betont Raddatz. "Die Häuser sind eine Weltneuheit. Sie haben außen massives Steinmauerwerk, während alle Innenwände aus schalldichtem Massivholz gefertigt sind", sagt er. Entscheidender Vorteil zu traditionellen Holzhäusern mit Ständerwerk sei die kurze Bauzeit. "Das Haus wird komplett angeliefert, und wir setzen nach zwei Tagen den Dachstuhl drauf", sagt Raddatz. "Bei dieser Bauweise tendiert die Feuchtigkeit im Gebäude gegen Null."


Eine weitere Idee, auf die Raddatz und der Handwerkerring setzen, ist das barrierefreie Bauen - angesichts der demografischen Entwicklung ein Zukunftsmarkt. "Wir bauen neu, um und an, wir bauen auch Arbeitsplätze behindertengerecht um und kümmern uns um die Kostenträger", betont Wolfgang Raddatz. "Die meisten Leute wissen ja gar nicht, daß das staatlich gefördert wird."


Unterdessen beschäftigt der pfiffige Unternehmer 14 Mitarbeiter im eigenen Betrieb - darunter Zimmerer, Dachdecker, Gesellen und Meister. Seine Frau Kirsten (41) macht die Büroarbeit. Natürlich kennt Raddatz die schwierige Situation im Handwerk, "aber wir arbeiten gegen den Trend", meint er und stellt gerade einen neuen Mann ein. "Er war Dachdeckermeister und bekommt bei uns einen behindertengerechten Arbeitsplatz."

Quelle:www.abendblatt.de/daten/2004/12/17/377264.html




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